Teilnehmer der ersten Medientage 2008

Gerd Appenzeller. Geboren 1943 in Berlin, Abitur in einem süddeutschen Internat, danach zunächst Baupraktikum und (abgebrochenes) Architekturstudium in Berlin. Redaktionsvolontariat 1964 bis 1966, danach Lokalredakteur, politischer Redakteur, Chef vom Dienst beim "Südkurier" Konstanz. Dessen Chefredakteur von 1988 bis 1994. Berufsbegleitend Studien Pol. Wissenschaft und Geschichte Universität Konstanz.
1994 bis 1998 Sprecher der Chefredaktion des "Tagesspiegel", ab 1999 dessen Redaktionsdirektor. Bei der Robert Bosch Stiftung engagiert in die deutsch-französischen (seit 1982) und deutsch-polnischen (seit 2000) Chefredakteursbegegnungen. Regelmäßiger Mitarbeiter Deutsche Welle und Fernsehen des SWR.

Prof. Władysław Bartoszewski wurde 1922 in Warschau geboren. Seit 21. November 2007 ist er außenpolitischer Berater des polnischen Premiers Donald Tusk und Staatssekretär in der Kanzlei des Premiers. Seit 1990 ist B. Vorsitzender des Internationalen Ausschwitz-Rates, seit 1995 Vizepräsident und seit 2001 Präsident des polnischen PEN-Clubs sowie Vorsitzender des staatlichen Rates zum Schutz der Erinnerung an Kampf und Märtyrium des polnischen Volkes.
Er ist seit 1991 Ehrenbürger des Staates Israel, Ehrenbürger von Warschau und sechs weiteren Städten in Polen und wurde 1995 Ritter des Ordens des Weißen Adlers, das ist die höchste Auszeichnung in Polen. Mehrere Ehrendoktorwürden: London 1981, Baltimore 1984, Breslau 1994, Marburg 2001, Warschau 2002, Danzig 2005. 1997 erhielt er das Große Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland, 2002 den Eugen-Kogon-Preis. Im Juni 2007 wurde ihm der Internationale Adalbert Preis in Bratislava vom slowakischen Staatspräsidenten überreicht. Seit November 2007 Staatssekretär in der Kanzlei des polnischen Ministerpräsidenten und Regierungsbeauftragter für den internationalen Dialog.

Edwin Bendyk wurde 1965 geboren. Er studierte an der Universität Warschau Chemie. Seine journalistische Laufbahn begann 1989 in den Reihen der Wochenzeitung „Nowoczesność”.
Später schrieb er für die Polnische Nachrichtenagentur PAP, „ Życia Warszawy“ sowie für das Magazin „Wiedzy i życia“. Sein Spezialgebiet ist die Beziehung zwischen Wissen und Technologie und deren Einfluss auf die Gesellschaft.

Thomas Braune wurde 1959 in Halle an der Saale geboren. Nach zwei Jahren als Volontär beim DDR-Jugendradiosender „DT 64“ studierte er in Leipzig Journalistik. Nach dem Diplom zog es ihn erneut zum Jugendsender. Dort blieb er bis 1991 als Redakteur, Reporter und Moderator der Sportredaktion.
Nach der Einstellung des Senders wechselte Braune zu „Antenne Brandenburg“. Neben seiner Tätigkeit als Redakteur und Moderator in der Radioredaktion für aktuelle Politik arbeitete er als Chef vom Dienst des Gesamtprogramms in Potsdam.
1995 ging Braune für zehn Jahre zum ORB (Ostdeutscher Rundfunk Brandenburg), wo er vor und hinter der Kamera wirkte. Er moderierte das Politikmagazin „Die Woche“ und die Diskussionsrunde „Vor Ort“ und zeichnete für die landespolitische Berichterstattung verantwortlich. Seit März 2004 ist Thomas Braune Regierungssprecher der brandenburgischen Landesregierung.
Zbigniew Ćwiąkalski wurde 1950 in Łańcut geboren. Er ist Professor für Rechtswissenschaft an der Jagiellonen-Universität in Krakau. Seit November 2007 ist er Justizminister und Generalstaatsanwalt in der Regierung von Donald Tusk.

Peter Frey wurde 1957 in Bingen geboren. Er studierte Politikwissenschaft, Pädagogik und Spanische Philologie in Mainz und Madrid und promovierte zum Thema "Spanien und Europa: Die spanischen Intellektuellen und die Europäische Integration". Bereits in der Studienzeit arbeitete er als Redakteur, Reporter und Moderator beim Hörfunk des Südwestfunks in Baden-Baden und Mainz sowie bei der Frankfurter Rundschau.
1983 stieg Dr. Frey beim ZDF als Redakteur und Reporter ein. Für das "heute-journal" berichtete er damals unter anderem aus Polen. 1991 ging er als Korrespondent und stellvertretender Leiter des ZDF-Studios nach Washington. Anschließend leitete und moderierte Frey von 1992 bis 1998 das "morgenmagazin"; von 1998 bis 2001 war er Leiter der ZDF-Hauptredaktion "Außenpolitik" mit der Hauptsendung "auslandsjournal".
Seit September 2001 steht Peter Frey dem ZDF-Hauptstadtstudio Berlin vor, moderiert "Berlin direkt" und daneben zahlreiche Spezialsendungen. Dazu gehören die ZDF-Sommerinterviews, Kommentare und Einschätzungen für die ZDF-Nachrichten und Sondersendungen, zum Beispiel jene aus Rom anlässlich des Todes von Papst Johannes Paul II. und der Wahl von Benedikt XVI.
Matthias Gebauer, Jahrgang 1974, ist seit 2001 Reporter bei SPIEGEL ONLINE. Einer seiner Schwerpunkte ist der Einsatz in Krisengebieten. Begonnen hat er seine Laufbahn 1996 bei der „Bild“-Zeitung als Polizeireporter in Berlin, wechselte dann 1998 zur „Berliner Zeitung“ und spezialisierte sich mehr und mehr auf das Thema Innere Sicherheit. Im jahr 2000 wurde Gebauer in den 23. Lehrgang der Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg aufgenommen und aus einer Praktikum beim SPIEGEL ergab sich nach Ende der Schule ein Job bei SPIEGEL ONLINE, für die Gebauer mit anderen Kollegen das erste Außenbüro in der Hauptstadt aufbaute. Spätestens seit dem 11. September 2001 hat sich Gebauer vollständig auf das Thema Internationaler Terrorismus konzentriert und reiste in den vergangenen Jahren häufig nach Afghanistan, Pakistan, Iran, Syrien, Libanon und Irak und berichtete daneben von mehreren Katastrophen wie dem Tsunami oder der Sturkkatastrophe in Burma im Frühsommer 2008.
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Andrzej Godlewski wurde 1970 geboren. Er studierte Germanistik und Politikwissenschaft in Leipzig, Wien und Warschau. Er ist verheiratet und hat eine Tochter. Von 1993 bis 1994 arbeitete er mit dem Ressort „Ausland” der „Gazeta Wyborcza“ zusammen. Von 1996 bis 2006 war er als Journalist und Produzent im polnischen Staatsfernsehen TVP tätig. Godlewski war u.a. Berichterstatter zahlreicher EU- und Nato-Gipfeln. Von 1999 bis 2003 war er Chef der Redaktion der wöchentlichen Sendereihe „Euroexpress”, die Polens Aufnahme in die EU thematisierte.
Im Jahr 2002 und 2004 war er Mitinitiator und Organisator des Mitteleuropäischen Journalistenforums (Central European Journalists Forum) in Warschau. Von 2004 bis 2006 war Godlewski Redaktionsleiter „Publizistik” des ersten Programms TVP 1. In den Jahren 2006 bis 2007 war bei „Dziennik” Chef des Ressorts “Meinung”. Ab 2007 arbeitet er im Verlag Polskapresse, wo er am neuen Zeitungstitel „Polska” mitarbeitete. Ab Oktober 2007 ist er Leiter des Ressorts „Meinung“ bei „Polska“.

Ingrid Hamm wurde 1955 in Nürnberg geboren. Nach ihrem Studium der Sozialwissenschaften und Volkswirtschaftslehre und einer Ausbildung zur Journalistin erarbeitete sie repräsentative Studien zur Mediennutzung und zum Leseverhalten. Gemeinsam mit der Hochschule St. Gallen/Schweiz baute sie das erste europäische Hochschulinstitut für Medien- und Kommunikationsmanagement auf.
In ihrer Funktion als Leiterin des Bereichs Medien der Bertelsmann Stiftung gestaltet sie u.a. Fortbildung in den Medienberufen. Als Mitglied der Geschäftsführung der Bertelsmann Stiftung leitete Hamm über viele Jahre den Bereich Medien, führte das New Yorker Büro und verantwortete die Auslandsprojekte der Stiftung.
Seit 2003 ist Dr. Ingrid Hamm Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung und dort insbesondere verantwortlich für die Themen Bildung, Wissenschaft, Bürgergesellschaft und Völkerverständigung mit Schwerpunkt Mittel- und Osteuropa.

Herbert Helmrich wurde 1934 in Luckau geboren. Bis 1953 in der DDR, 1952 und 1953 aus politischen Gründen verhaftet und interniert, 1954 Flucht in die Bundesrepublik, Abitur und Jurastudium in Göttingen, Referendarausbildung in Niedersachsen, ab 1967 Rechtsanwalt und 1969 Notar in Buchholz bei Hamburg, seit 1966 in der CDU, Mitglied und diverse Funktionen in der Mittelstandsvereinigung der CDU und dem Bundesarbeitskreis Christlich-Demokratischer Juristen (Bundesvorsitzender von 1992 bis 2001).
Von 1976 bis 1992 Mitglied des Deutschen Bundestages, dort ab 1984 Vorsitzender des Rechtsausschusses, 1992 bis 1995 Justizminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, 1995-2002 Mitglied des Landtages Mecklenburg-Vorpommern, Vorsitzender des Rechtsausschusses. Juristische Spezialgebiete: Wirtschaftsrecht, Rechtstheorie, Evolution des Rechts – Biologie und Recht. Seit 1995 Ko-Vorsitzender des Vorstands der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.

Wojciech Hernes ist Radiojournalist und seit dem Jahr 2000 der Deutschland-Korrespondent des polnischen Senders „Radio ZET“. Hernes wurde in Gdynia geboren, studierte Jura an der Universität Danzig und erwarb in Düsseldorf weitere Abschlüsse auf den Gebieten des Journalismus und der elektronischen Medien.
Als Deutschlandkorrespondent von „Radio ZET” berichtet er seit acht Jahren aus Bonn und Berlin über alle Bereiche der deutschen Gegenwart: von Politik über Wirtschaft und Gesellschaft bis hin zu Sport. Mit seiner Berichterstattung bedient er neben „Radio ZET“ auch TVN24.
Adam Krzemiński wurde 1945 in Radecznica geboren. Er studierte in Warschau und Leipzig Germanistik. Nach seinem Studium begann er seine journalistische Tätigkeit. Seit 1973 ist er Redakteur des polnischen politischen Wochenmagazins Polityka und berichtet hier über Themen, die im Zusammenhang mit der deutschen Geschichte und Gesellschaft stehen. Er gilt in Polen als einer der herausragenden Kenner Deutschlands. 1993 erhielt er für seine Verdienste um die deutsch-polnische Verständigung die Goethe-Medaille. 1996 den Essayistik-Preis des polnischen Pen-Clubs. 1999 das Große Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland. Im November 2006 erhielt er den Viadrina-Preis der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder).

Robin Lautenbach wurde 1952 in Pforzheim geboren. Studium in Heidelberg und Berlin. 1979 Abschluss zum Diplom-Politologen. 1980-1984 Reporter Berliner Abendschau beim Sender Freies Berlin (SFB). 1984-1989 Redakteur, dann Leiter Redaktion ARD-Aktuell beim SFB.
1990-1992 Korrespondent des ARD-Studios in der Deutschen Demokratischen Republik (später ARD-Studio Ostdeutschland). Seit 2004 Leiter des ARD-Studios Warschau.

Dr. Albrecht Lempp – ist geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit. Er promovierte in Geisteswissenschaften und arbeitet als Slawist, Kulturmanager und Übersetzer von polnischer Literatur ins Deutsche, u. a. von Jerzy Pilch, Stanisław Lem, Janusz Głowacki, Anna Bolecka. Er gilt als einer der bekanntesten Förderer der polnischen Literatur in Deutschland. Er ist Mitglied des Rates der Kulturstiftung „Haus Europa” und des Vereins Villa Decius.
Neben seiner Tätigkeit am Deutschen Polen-Institut in Darmstadt war er auch am Adam-Mickiewicz-Institut tätig. Für das polnische Kulturministerium bereitete er als Leiter der Literaturgruppe „polska2000” den polnischen Gastlandauftritt auf der Frankfurter Buchmesse 2000 vor. Im Juni 2007 erhielt Lempp den Trans-Atlantik Preis des polnischen Buchinstitutes für seine Verdienste um die Verbreitung polnischer Literatur im Ausland.

Irena Lipowicz absolvierte mit Auszeichnung das Studium an der Rechts- und Verwaltungsfakultät der Universität Schlesien (1972-76). Ab 1976 als Assistentin, dann Hochschulassistentin an der Rechtsfakultät der Universität Schlesien tätig. 1981 Promotion zum Dr. iur., darauf folgte 1992 die Habilitation (Habilitationsschrift z.T. „Begriff der Innensphäre im Verwaltungsrecht“). Wissenschaftliche Arbeit setzte sie an der Universität Schlesien und an der Landesschule für öffentliche Verwaltung fort. Ab 1998 Professorin an der Kardinal-Stefan-Wyszyński-Universität in Warschau, gegenwärtig Leiterin des Lehrstuhls Verwaltungsrecht. Seit 1980 Mitglied der Gewerkschaft „Solidarność” und Gründungsmitglied des Oberschlesischen Vereins (1988). 1991 bis 2000 Sejmabgeordnete, Mitglied des Parlamentsklubs der Demokratischen Union, anschließend der Freiheitsunion. In der I. und II. Wahlperiode (nach 1989) Mitglied des Verfassungsausschusses, des Wahlordnungsausschusses (stellv. Vorsitzende), des Ausschusses Territoriale Selbstverwaltung und Regionalpolitik sowie des Ausschusses Europäische Integration. Gleichzeitig (seit 1991) Vorsitzende der Polnisch-Österreichischen Parlamentsgruppe und stellv. Vorsitzende der Polnisch-Deutschen Parlamentsgruppe.
Irena Lipowicz war Vorsitzende des Ausschusses Territoriale Selbstverwaltung, stellv. Vorsitzende des Parlamentsklubs der Freiheitsunion und stellv. Vorsitzende der Parlamentarischen Versammlung der OSZE sowie Mitglied des Auswärtigen Ausschusses. 2000-2004 – Außerordentliche und Bevollmächtigte Botschafterin der RP in der Republik Österreich, 2004-2006 Beauftragte des Außenministers für die deutsch-polnischen Beziehungen. Seit 2005 Mitglied des Kollegiums der Obersten Kontrollkammer (NIK). Im April 2008 wurde sie die polnische geschäftsführende Direktorin der SdpZ.
Marek Magierowski, stellvertretender Chefredakteur der "Rzeczpospolita“

Krystyna Mokrosińska wurde 1942 in Warschau geboren. Sie ist Absolventin im Fachbereich Polnische Philologie an der Universität Warschau, der Journalistischen Fakultät der Universität Warschau und des Aufbaustudiums der TV-Regie an der PWSFTViT, der Staatlichen Film-, Fernsehen und Theaterhochschule Leon Schiller in Lodz. Mitglied des Vereins Polnischer Filmemacher, des Polnischen Journalistenverbands SDP seit 1972 und des Vereins „Wolne Słowo“ (, „Freies Wort“). Seit 2002 ist sie die Vorsitzende des Polnischen Journalistenverbandes. Seit 2000 leitende Redaktorin im TVP, dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen in Polen. Mitglied der Ethik-Kommission des TVP.
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Prof. Dr. Henri Ménudier hat am Institut d'Etudes Politiques und an der Ecole Nationale d'Administration unterrichtet. Seit 1988 hat er einen Lehrstuhl an der Pariser Sorbonne (Paris III). Seit 2005 ist er Direktor des Centre Universitaire d'Asnières. Als Gastprofessor wirkte er bereits an mehreren deutschen Universitäten(Saarbrücken, Bonn, Stuttgart, München, Freiburg).
In Lehre und Forschung beschäftigt er sich vor allem mit Deutschland nach 1945 und dem deutsch-französischen Verhältnis in Europa. Er hat verschiedene Funktionen in deutsch-französischen Organisationen ausgeübt. Er ist auch stark engagiert in der Zusammenarbeit zwischen Frankreich, Deutschland und Polen (Weimarer Dreieck)
Christoph Neuberger wurde 1964 in Stuttgart geboren. Nach dem Studium der Journalistik, Politikwissenschaft, Soziologie und Philosophie in Eichstätt und Tübingen arbeitete er seit 1990 als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent am Diplomstudiengang Journalistik der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Er promovierte 1995 mit der Arbeit „Journalismus als Problembearbeitung“. Darauf folgte im Jahr 2001 seine Habilitationsschrift mit dem Titel „Journalismus im Internet“. Seit 2002 lehrt Neuberger an der Universität Münster und ist geschäftsführender Direktor des Instituts für Kommunikationswissenschaft.
Matthias Platzeck wurde 1953 in Potsdam geboren. Er studierte von 1974 bis 1979 biomedizinische Kybernetik an der Technischen Hochschule Ilmenau. Im April 1988 gründete Matthias Platzeck mit Gleichgesinnten die Potsdamer Bürgerinitiative ARGUS. Von Februar 1990 bis April 1990 war er Minister ohne Geschäftsbereich im Kabinett Modrow. Bei den Volkskammerwahlen im März 1990 errang Matthias Platzeck ein Mandat für die Grüne Partei der DDR. Nach der Landtagswahl am 14.10. 1990 war er Abgeordneter für die Fraktion Bündnis 90 im Landtag. Am 22. November wurde er zum Minister für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung des Landes Brandenburg berufen. 1995 trat Matthias Platzeck der SPD bei. Von 1998-2002 war er Potsdamer Oberbürgermeister. Am 15. November 2005 wurde er zum Bundesvorsitzenden der SPD gewählt. Am 10. April 2006 trat er als SPD-Bundesvorsitzender zurück. Am 26.06.2002 wurde er vom Brandenburger Landtag zum Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg gewählt. Am 13. Oktober 2004 wurde er als Ministerpräsident vom Landtag Brandenburg wiedergewählt.
Jan Puhl wurde 1967 geboren und studierte nach dem Abitur Geschichte und Politikwissenschaften in Hamburg. Ein Jahr verbrachte er als Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes an der Universtät Warschau. Nach der Magisterprüfung kehrte Puhl nach Warschau zurück und schlug sich eine Weile als freier Journalist durch, bevor er in Berlin bei der Deutschen Presseagentur volontierte. Nach dieser Ausbildung wurde er Redakteur im Auslandsressort der "Woche" in Hamburg. 2002 ging Puhl zum Spiegel, wo er seitdem über die mittelosteuropäischen Länder schreibt.
Marek Prawda wurde 1956 in Kielce geboren. Der promovierte Soziologe hat mehrere Beiträge zu Gesellschaftsfragen und zu deutsch-polnischen Beziehungen veröffentlicht. Prawda ist seit 2006 Botschafter der Republik Polen in Berlin.
Joachim Rogall wurde 1959 in Heidelberg geboren. Er absolvierte von 1982 bis 1988 ein Studium der Mittleren/Neueren und Osteuropäischen Geschichte, der Russistik, Polonistik und Germanistik an der Johannes-Gutenberg-Universität zu Mainz. Eineinhalb Jahre seines Studiums verbrachte er an der Adam-Mickiewicz-Universität in Posen. Seit 1996 leitet Prof. Rogall bei der Robert Bosch Stiftung den Bereich Völkerverständigung Mitteleuropa, Osteuropa.
Arne Ruth, Jahrgang 1943, ist Gründer und Vorsitzender des Swedish Rushdie Committee. 1977 wurde er Kulturredakteur bei der Tageszeitung Expressen und von 1982 bis 1998 Chef- sowie Kulturredakteur der führenden liberalen Tageszeitung in Schweden, der Dagens Nyheter. In seinen Publikationen beschäftigte er sich sowohl mit der Ästhetik der Nazis, mit europäischer Kultur und Politik als auch mit Fragen zu internationalen Menschenrechten. Ruth war Gastprofessor in Schweden, Norwegen und den USA. Seine journalistische Arbeit wurde mit zahlreichen europäischen Preisen gewürdigt. Ehrendoktorwürde der Universitäten Stockholm und Göteborg.
Thomas Schmid wurde 1945 in Leipzig geboren. Der studierte Germanist, Anglist und Politologe war ab 1968 eines der führenden Mitglieder der Frankfurter Studentenbewegung. Beruflich wirkte Schmid in den 80er Jahren als Lektor beim Verlag „Klaus Wagenbach“. Daneben schrieb er als freier Autor für „Die Zeit“, „taz“ und „Pflasterstrand“. Ab 1989 arbeitete er als Berater Daniel Cohn-Bendits, der zu jener Zeit Dezernent für multikulturelle Angelegenheiten in Frankfurt am Main war. 1993 wird aus Schmid ein hauptberuflicher Journalist. Nach Stationen als Feuilletonleiter bei der „Wochenpost“ und Redakteur der „Hamburger Morgenpost“ wird er 1998 Leiter der Meinungsseite der Zeitung „Die Welt“. 2000 verschlug es ihn ins Politik-Ressort der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, deren Sonntagsausgabe er später mit aufbaute. Seit 2006 ist Thomas Schmid Chefredakteur der „Welt“.
Ulrich Schmiedla , 1955 in Krefeld geboren, studiert nach dem Abitur an der Waldorfschule Sport und Anglistik in Köln. Nach Abschluss des Studiums gibt er sein angestrebtes Berufsziel Lehrer auf und wechselt 1983 ganz in den Journalismus. Er wird Volontär bei der „Welt“ in Bonn. Nach Stationen im Umweltressort und in der Politikredaktion geht er im September 1989 als „Welt“-Korrespondent nach Warschau, wo er den Wandel vom Kommunismus hin zu einer freiheitlich parlamentarischen Demokratie journalistisch begleitet. 1994 kehrt er nach Deutschland zurück und steigt bei der „Welt“ in Berlin zum Chef vom Dienst auf. In gleicher Position wechselt Schmidla im Januar 1997 zu FOCUS nach München und fungiert dort als Textchef. Im Sommer 2000 übernimmt er zusätzlich die Leitung des Auslandsressorts.
Konrad Schuller wurde 1961 in Kronstadt (Brasov) in Rumänien geboren. In Deutschland studierte er in München Geschichte und Volkswirtschaftslehre und ließ sich anschließend ebenda an der Journalistenschule zum Journalisten ausbilden. Seine ersten beruflichen Stationen führten Schuller ins nachrevolutionäre Rumänien und 1991 als Redakteur zum BBC Worldservice nach London. 1992 wechselt er zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Er berichtete aus Bosnien, Rumänien, Russland, Polen, der Ukraine sowie der Republik Moldau. Seit 2004 ist Konrad Schuller Korrespondent in Polen und der Ukraine.
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